F-Gas-Verordnung

Danfoss zur F-Gas-Verordnung

Die Verordnung über bestimmte fluorierte Treibhausgase gilt seit dem 1. Januar 2015. Die Verordnung sieht für 2015 bis 2030 einen Reduktionsprozess für FKW vor. Dieser wurde mithilfe eines Quotensystems und sektorspezifischer Verbote für Kältemittel mit hohem Treibhauspotential entwickelt. R404A und R507 stehen besonders im Fokus und werden wahrscheinlich in allen Gewerbesystemen verboten. Es wurde ein europäisches Quotensystem eingerichtet. Der erste Reduktionsschritt wurde 2016 durch im Vergleich zum Ausgangsniveau um 7 % verringerte Quoten realisiert. Im Rahmen des Quotensystems werden Herstellern und Importeuren von Bulkgasen Quoten zugeteilt. Quoteninhaber können (nach einer Registrierung) Anteile ihrer Quote auf Importeure von vorbefüllten Einheiten übertragen. Die Berechtigungen können erneut übertragen werden, jedoch nur noch ein Mal. Alle Aktivitäten müssen in einem Zentralregister eingetragen werden, um die Einhaltung der Verordnung sicherzustellen. Weitere Informationen sowie Frage- und Antwort-Dokumente finden Sie auf der Website der EU oder der European Partnership for Energy & the Environment (EPEE). Beim Ausgangsniveau für die Reduktion werden die Kältemittelmenge von importierten vorbefüllten Einheiten und die für die Umrüstung von R22-Systemen erforderliche FKW-Menge nicht berücksichtigt. Die Höhe der Menge von importierten vorbefüllten Einheiten wird auf 11 % des offiziellen Ausgangsniveaus geschätzt. Da die FKW-Menge in importierten vorbefüllten Einheiten bei der offiziellen Quote von 2017 berücksichtigt wird, wird davon ausgegangen, dass dies in Bezug auf die Verwendung von FKW zusätzliche Herausforderungen birgt.

Indem die für vorbefüllte Einheiten erforderliche Menge zu den Reduktionsschritten hinzugefügt und ein im Laufe der Jahre konstanter Verbrauch in metrischen Tonnen angenommen wird, offenbart sich ein anderes Szenario. Bis 2018 verringert sich die Quote im Vergleich zu den früheren 63 % auf 56 % des Ausgangsniveaus. Das Ziel für 2030, eine Quote von 21 % des Ausgangsniveaus, wird sich in Wirklichkeit auf etwa 19 % belaufen.

Beiträge der einzelnen Branchen

Die erwarteten brancheninternen Beiträge zur Reduktion bis 2021 sind in der Branchenübersicht dargestellt. Es ist offensichtlich, dass die Kältetechnikbranche am meisten zur schrittweisen Reduktion beitragen wird, während sich der Beitrag der Klimatechnik- und der Wärmepumpenbranche erst später erhöhen wird.

Vorläufige Ergebnisse von Ende 2016 zeigen, dass Kältemittelhersteller in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die Preise für FKW um etwa 10 bis 15 % erhöht haben, während 2015 von einem Quotenanteil von 9 % nicht Gebrauch gemacht wurde. Dies liegt laut Berichten vor allem an den vielen neuen Marktteilnehmern, die ihre zugeteilte Quote nicht ausgenutzt haben. Eine weitere wichtige Ursache ist möglicherweise, dass 2014 vermehrt größere Bestände von R404 angelegt wurden. Darüber hinaus wurde berichtet, dass viele 2015 und 2016 auf den Markt gebrachten Produkte immer noch FKW mit hohem Treibhauspotential einsetzen. Auch durch die zusätzliche Quotenerhöhung für vorbefüllte Einheiten im Jahr 2017 erweist es sich als sehr schwierig, vorherzusagen, wie sich der tatsächliche Verbrauch im Vergleich zum Bedarf entwickelt.

Einschränkungen für neue Produkte

Der Reduktionsplan wurde um Verbote für neue Produkte und für Serviceprodukte ergänzt, in denen Kältemittel mit hohem Treibhauspotential zum Einsatz kommen (siehe Abbildung 15). Auch wenn die Wartungsverbote noch weit in der Zukunft liegen, fallen sie dennoch in die erwartete Lebensdauer aktueller neuer Produkte. Dadurch gerät die Branche unter Druck, Systeme mit R404A bzw. R507 nicht mehr herzustellen.