HFCKW- und FCKW-Ausstieg

Durch die Einführung von FCKW und später HFCKW während der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts konnten wichtige Sicherheitsprobleme gelöst werden, jedoch wurden die Umweltrisiken bis in die 1970er nicht berücksichtigt. Zu diesem Zeitpunkt wurden die schwerwiegenden Folgen einer weiteren Benutzung, insbesondere von FCKW, sichtbar. Dies führte zu einem globalen Ausstiegsabkommen, dem Montreal-Protokoll.

Der FCKW-Ausstieg wurde weltweit erreicht. Obwohl alte Anlagen noch laufen, sind neue Anlagen oder reine FCKW für die Wartung nicht erlaubt.

Der Austausch wurde zum größten Teil erreicht, indem FCKW durch FKW ersetzt wurden, ohne dabei Abstriche hinsichtlich der Sicherheit während der Installation und des Betriebs zu machen. Wie wir heute jedoch wissen, wird die weitverbreitete Verwendung von FKW letztendlich zu einer wesentlichen Quelle der globalen Erwärmung.

Aufgrund seines breiten Anwendungsspektrums ist R22 der häufigste FCKW. R22 ist wegen seines geringen ODS-Potentials jedoch auch Teil des Ausstiegsplans. Industrieländer haben den R22-Ausstieg bereits erreicht. In Entwicklungsländern wird R22 jedoch noch als Hauptkältemittel verwendet. Der Ausstieg hat hier bereits begonnen und wird 2015 mit einer Reduzierung um 10 Prozent fortgesetzt.

Der R22-Ausstieg in Industrieländern hat folgende Frage aufgeworfen: Was ist der beste Ersatz? Während die Industrieländer in den 90er Jahren FKW einführten, stehen die Entwicklungsländer vor einem schwierigen Dilemma. Entweder könnten sie sich für neue Lösungen mit niedrigem Treibhauspotential entscheiden, die noch nicht ausgereift sind, jedoch in die Entwicklungspläne der Märkte der Industrieländer passen. Oder sie entscheiden sich für die bewährte FKW-Technik, die jedoch in einigen Jahren veraltet sein könnte.

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