Der Hydraulische Abgleich

Der hydraulische Abgleich - Statisch, Dynamisch, Automatisch

Energieeffizienz ganz einfach geregelt

Der hydraulische Abgleich von Zweirohranlagen, aber auch von Einrohrheizungen und Fußbodenheizungen ist ein Thema, das in den letzten Jahren zu einem Synonym für Energieeffizienz in der Heizungstechnik geworden ist und in der Zukunft noch mehr für die Optimierung der Wärmeverteilung in Millionen von Bestandsgebäuden stehen wird.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den drei Varianten den hydraulischen Abgleich durchzuführen.

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Der hydraulische Abgleich

Die drei Säulen des hydraulischen Abgleichs

So funktioniert es

Der dynamische hydraulische Abgleich: die Integration des Teillastfalls

Als Weiterentwicklung zum statischen hydraulischen Abgleich, wird beim dynamischen Abgleich auch der Teillastfall berücksichtigt. Hiermit können auch größere Wohn- und Zweckbauten abgeglichen werden. Die Komponenten, die bei dem dynamischen hydraulischen Abgleich zum Einsatz kommen, sind Strangdifferenzdruckregler oder druckunabhängigen Thermostatventile, dessen Aufgabe es ist, den Druck der Wasserströme in der Anlage unabhängig von der Auslastung des Systems gebäudeweit konstant zu halten.

  • Auslegung mit druckunabhängigen Komponenten
  • Berechnung mit wenig Unbekannten mit der App oder der Software DanBasic
  • Betrachtung des Teillastfalls führt zu realistischer Einstellung der Werte

Der automatische hydraulische Abgleich oder die permanente Wasserstromberechnung

Beim automatischen hydraulischen Abgleich wird die Berechnung und Einstellung der Heizungswasserströme von einer intelligenten digitalen Systemsteuerung durchgeführt. Diese Option ist vor allem deshalb interessant, weil die notwendigen Kalkulationen in der Praxis oft gescheut bzw. aufgrund fehlender Parameter nur selten korrekt durchgeführt werden kann. Der größte Vorteil dabei: Die Automatik führt keine einmalige Berechnung der Wasserströme durch, sondern berechnet diese permanent, sodass die Einstellung regelmäßig nachjustiert wird. Das geht so weit, dass für kleinere Wohneinheiten bis 20 Heizkörpern oder Heizkreisen mittlerweile ein funktionierender hydraulischer Abgleich ohne jede vorherige Berechnung möglich ist.

  • Keine Berechnung oder Voreinstellung notwendig (Einsatz von eTRVs mit entsprechender Zertifizierung in 1-2 Familienhäusern mit max. 20 Heizkreisen)
  • Optimale Effizienz mit dynamischen Armaturen
  • Automatische Optimierung des Teillastfalls
  • TÜV zertifiziert, BAFA anerkannt

Zentrale Regelungsgröße des automatischen hydraulischen Abgleichs ist die Raumtemperatur. Das intelligente Steuerungssystem erfasst, bei welchen Wasserströmen die vorgesehene Raumtemperatur erreicht wird und nimmt die entsprechenden Einstellungen vor. Voraussetzung ist der Einsatz von elektronischen Thermostaten bzw. Regeleinheiten sowie intelligenten Steuerungssystemen, die zum jeweiligen Anlagentypus passen (Heizkörper- oder Fußbodenheizung). Die Auslegung erfolgt prinzipbedingt bei jeder Umsetzung für den Teillastfall. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Anwendung auf das zugrundliegende Abgleichmodell. Wird die Automatik mit statischen Abgleichkonzepten verbunden, errechnet sie aufgrund der druckabhängigen Armaturen nur einen Durchflusswiderstand. Bei der Verknüpfung von Automatik und dynamischem Abgleich optimiert die temperaturbasierte Steuerung hingegen auch den Betrieb der druckunabhängigen Armaturen und ermöglicht so im Teillastfall eine optimale Regulierung der Massenströme.

Auch wenn die Automatik die ungeliebten Kalkulationen erübrigt, wird ein effizienzoptimierter hydraulischer Abgleich aber letzten Endes erst dann erreicht, wenn man Kalkulation und Automatik kombiniert.

Der TÜV Rheinland zertifiziert Danfoss Lösungen für den automatischen hydraulischen Abgleich.


Die Danfoss Smart Heating Lösung für den automatischen hydraulischen Abgleich ist vom TÜV Rheinland als konform mit den VdZ-Prüfkriterien zertifiziert worden. Testläufe zeigten, dass das von Danfoss entwickelte Abgleichkonzept im Ergebnis gleichwertig ist mit dem herkömmlichen hydraulischen Abgleich auf Basis vorgängiger Berechnungen.

Der statische hydraulische Abgleich: die bisherige Standardlösung (oder der „Nicht-Abgleich“)

Beim statischen hydraulischen Abgleich, bei dem ausschließlich druckabhängige Komponenten eingesetzt werden, wird die Heizungsanlage nur für den im Durchschnitt 10 Tagen im Jahr eintretenden Volllastfall optimiert - mit den entsprechenden Nebeneffekten von ineffizientem Heizen und Fließgeräuschen. In größeren Wohn- und Zweckbauten ist ein statischer hydraulischer Abgleich systemgrößenbedingt nur schwierig durchzuführen.

  • Auslegung nur mit druckabhängigen Komponenten
  • Rohrnetzberechnung notwendig (bei 1-2 Familienhäusern Berechnung auch durch Installer App möglich) – Rechnen mit vielen Unbekannten sowie Komponenten- und Systemverständnis erforderlich
  • Ausschließlich für den Vollastfall berechnet, der sehr selten vorkommt

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