Hydraulischer Abgleich Anwendungsleitfaden

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Was ist der hydraulische Abgleich?

Der hydraulische Abgleich ist ein Verfahren zur Optimierung einer Heizungsanlage. Er dient der optimalen Verteilung des Heizwassers innerhalb der Anlage.

Damit soll erreicht werden, dass bei einer bestimmten Vorlauftemperatur als Arbeitspunkt der Heizungsanlage jeder Raum genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die benötigt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen und der Rücklauf jedes Heizkörpers die gleiche Temperatur aufweist.

"Irgendwie wird es immer warm"

Viele schrecken vor dem Aufwand zurück und reagieren erst, wenn es gar nicht mehr anders geht. Dabei ist der hydraulische Abgleich mit modernen Produkten so einfach wie noch nie!

Der Automatische Hydraulische Abgleich

Bis zu 15-30% Energiekosten einsparen

Keine Berechnung nötig

Keine Voreinstellung nötig

Passt auf alle Ventiltypen

Einfache und schnelle Installation der Smart Heating Produkte

Über die Regelgröße "Raumtemperatur" wird der Durchflusswiderstand / notwendige Massenstrom für den thermischen Volllastfall je Zone und dem gewünschten Nutzungsprofil auf der Basis der eingestellten Vorlauftemperatur im stationären Zustand ermittelt. Der hydraulische Teillastfall (Teillast im Verteilungsnetz und/oder am Heizkörper) wird NICHT berücksichtigt.

Die Auslegung der druckunabhängigen Armaturen (Begrenzung des Massenstroms bei konstantem Differenzdruck) erfolgt automatisch aufgrund der Systemgrenzen. Das Ergebnis ist ein notwendiger Massenstrom, der nach dem Ende des automatisierten Einstellungsprozesses über die Regelgröße der Raumtemperatur für eine korrekte Wassermengenverteilung und die gewünschte Raumtemperatur sorgt. Die Auslegung erfolgt prinzipbedingt im (thermischen) Teillastfall und gewährleistet eine korrekte Funktion der Anlage im (hydraulischen) Voll- und Teillastfall.

Mit der Installation / Nutzung der Danfoss Smart Heating Produkte (Danfoss Link, Danfoss Icon und Danfoss Eco) ist der automatische hydraulische Abgleich gesichert. Berechnungen oder Voreinstellungen sind nicht mehr nötig.*

Wir empfehlen eine Verbindung mit dem dynamischen hydraulischen Abgleich für ideale Ergebnisse: Ein zusätzlicher Einbau von druckunabhängigen Ventilen (z.B. RA-DV) und deren Berechnung und Voreinstellung machen das System noch effizienter.

*Zu beachten: Nur bis 20 Heizkreise / Heizkörper einsetzbar

 

Produkte, die dazu passen:

Danfoss Smart Heating Produkte

Der Dynamische Hydraulische Abgleich

Zwei Berechnungstypen:

Schnell mit der Installer App oder

detailliert mit der kostenfreien DanBasic Software

Keine Einschränkung der Gebäudegröße

keine Geräusche unter Teillast bei Differenzdruckreglern

Die Auslegung der druckunabhängigen Armaturen (Begrenzung des Massenstroms bei konstantem Differenzdruck) erfolgt über eine Berechnung aufgrund definierter Rahmenbedingungen und Systemgrenzen. Das Ergebnis ist ein notwendiger Massenstrom, der nach Einstellung an der Armatur für eine korrekte Wassermengenverteilung und die gewünschte Raumtemperatur sorgt. Die Auslegung erfolgt für den Volllastfall und gewährleistet auch eine korrekte Funktion im Teillastfall.

Dies ist ein praxisgerechtes Verfahren zur Ermittlung der Voreinstellwerte von druckunabhängigen Ventilen wie z.B. dem RA-DV.

Es gibt zwei kostenfreie Varianten der Berechnung:

1. Einfache und schnelle Berechnung (Verfahren A) mit der Danfoss Installer App

2. Detaillierte Berechnung mit optimalem Aufwand-Nutzenverhältnis (Verfahren B) mit der DanBasic Software

Der Statische Hydraulische Abgleich

Detaillierte Berechnung mit der Installer App oder der Danbasic Software

Minimale Anforderungen an den hydraulischen Abgleich werden erfüllt

Die Auslegung der druckabhängigen Armaturen (zur Begrenzung des Massenstroms) erfolgt über eine Berechnung aufgrund definierter Rahmenbedingungen und Systemgrenzen. Das Ergebnis ist ein Widerstandskennwert/Kv-Wert, der nach Einstellung an der Armatur für eine korrekte Wassermengenverteilung und die gewünschte Raumtemperatur sorgt. Die Auslegung erfolgt immer für den Volllastfall auf der Basis physikalischer Zusammenhänge.

Nachteil: Trotz aufwändiger Berechnung wird nur der Volllastbereich beachtet, der nur wenige Tage im Jahr eintritt. Daher kann es zu Geräuschen und Problemen beim Erreichen der gewünschten Temperatur kommen.

Tipp: Die Berechnungsbasis sollte immer eine raumweise Heizlastberechnung sein. Optional wird empfehlen in Bestandsanlagen eine Systemoptimierung (Anpassung der Heizkurve/Spreizung an die Anforderung des Wärmeerzeugers, Reduktion der Differenzdrücke/Sollwerte) durchzuführen. Die minimal notwendige/mögliche Förderhöhe der Hocheffizienzpumpe und die Kennlinen mindestens mit dp-Konstant eingestellt werden. Bitte die Problematik der minimal einstellbaren Pumpenförderhöhe bei (älteren) Brennwertthermen beachten.

BAFA and KFW: Der Staat fördert den hydraulischen Abgleich

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