Versorgungsverluste durch bessere Druckregelung verringern

Montag, 4. Juni 2018

Um die Versorgungsverluste zu senken, müssen sich die Wasserversorger auf die kontinuierliche Überwachung und das Druckmanagement in jedem Abschnitt des Verteilungssystems konzentrieren. Heute verschwenden Wasserversorger in Ländern auf der ganzen Welt Wasser aufgrund ineffektiver Wasserversorgungssysteme. Tatsächlich liegt der durchschnittliche Wert der Versorgungsverluste bei 25–30 % – Wasser, das aufgrund illegaler Anschlüsse, ungenauer Abrechnungssysteme, ungenauer Messungen, Leckagen usw. verloren geht oder nie in Rechnung gestellt wird.

Das Problem des Wasserverlustes beschränkt sich nicht nur auf die Entwicklungsländer – es ist ein globales Phänomen. So erreicht beispielsweise in den Städten Oslo und Chicago fast ein Viertel des verteilten Wassers nie die Wasserzähler der Kunden.

Wachsender Bedarf an einer effizienten und nachhaltigen Wasserversorgung

Eine effiziente und nachhaltigere Wasserversorgung und -behandlung wird immer notwendiger. An immer mehr Orten übersteigt der wachsende Bedarf an Frischwasser einfach die Wasserversorgung. Tatsächlich verfügen 60 % aller europäischen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern nicht über eine nachhaltige Wasserversorgung. Wasser ist eine knappe Ressource: Im Jahr 2025 wird schätzungsweise ein Drittel der Weltbevölkerung in wasserarmen Gebieten leben. Die Vereinten Nationen schätzen, dass der weltweite Wasserverbrauch bis 2030 um bis zu 40 % steigen wird - was den Druck auf Länder und Städte, die bereits unter Wasserproblemen leiden, noch weiter erhöht.

Deckung eines steigenden Wasserbedarfs durch Reduzierung von Wasserverlusten

Durch das Wachstum der Weltbevölkerung, die Urbanisierung und das Konsumverhalten einer expandierenden Mittelschicht wird der Bedarf an Wasser, Energie und Nahrungsmitteln in zwei Jahrzehnten stark steigen. Dies führt zu einem 40%igen Anstieg des Frischwasserbedarfs. Gleichzeitig wird der Bedarf an Energie und Nahrungsmitteln um 50 % bzw. 35 % steigen. Das International Food Policy Research Institute schätzt, dass die Entnahme von Wasser für den landwirtschaftlichen Gebrauch etwa 70 % des weltweiten Wasserverbrauchs ausmacht. Laut WWF liefert die bewässerte Landwirtschaft 45 % der weltweiten Nahrungsmittelversorgung. Im Vergleich dazu beträgt der Anteil der Haushalte
nur ca. 10 %. Diese starke Nutzung der Bewässerung bedeutet, dass das Grundwasser in den produktivsten Agrarregionen – wie dem Central Valley in Kalifornien, der Nordchinesischen Ebene, Nordindien und den Großen Ebenen in den USA – viel schneller entnommen wird, als neues Wasser nachkommen kann. Im kalifornischen Central Valley wird – auch in Jahren mit normalen Niederschlägen – mehr Wasser entnommen als ersetzt. Allein hier würde es mindestens 50 Jahre dauern, bis sich die Grundwasserspeicher auf natürliche Weise wieder füllen – wenn die Bewässerung morgen eingestellt würde. Daher ist es entscheidend, bessere Wege zur Verteilung und zum Umgang mit Wasser zu finden, um der steigenden Nachfrage
an Wasser, Nahrung und Energie gerecht zu werden.

Versorgungsverluste durch Druckmanagement verringern

Immer mehr Wasserversorger prüfen, wie sie den Wasser- und Energieverlust durch bessere Druckregelung und Unterteilung
des Verteilersystems in kleinere Einheiten oder „Messbereiche auf Bezirksebene“ verringern können. Und durch einen ganzheitlichen Ansatz für das Druckmanagement in
jedem Abschnitt der Wasserverteilung wird eine effiziente Verringerung der Versorgungsverluste erreicht.
In der dänischen Stadt Aarhus setzt der lokale Wasserversorger Aarhus Vand mit Druckmanagement und Fernmessung neue Maßstäbe für eine intelligente, nachhaltige und effiziente Trinkwasserversorgung – und hat den Wasserverlust auf nur 6 % verringert.

Mehr darüber

  • Wasserpumpen und Druck – Danfoss
    Wasserpumpen und Druck

    Fast ein Drittel der Weltbevölkerung lebt derzeit in Gebieten mit Wasserknappheit bzw. Wassermangel. Danfoss bietet Lösungen, die den Gemeinden helfen können, ihren Wasserverlust zu reduzieren, Energie zu sparen und die Investitionen in das Auswechseln von Rohrleitungen zu reduzieren.