Weltweite Studie: Durch Druckmanagement Wasser- und Energieverluste reduzieren

Montag, 4. Juni 2018

Druck spielt im gesamten Wasserkreislauf eine Schlüsselrolle, wenn es um die Sicherstellung einer effizienten, zuverlässigen und nachhaltigen Wasserversorgung geht. Und die Wasserwirtschaft hat bereits seit Jahrzehnten mit zahlreichen druckbedingten Problemen im Wassersystem zu kämpfen. Durch eine weltweite Studie ist jetzt belegt worden, wie in Wasseranlagen durch intelligentes Druck- und Durchflussmanagement unnötige Wasser- und Energieverluste reduziert werden können. In Wasseranlagen auf der ganzen Welt kommt es
zu druckbedingten Problemen. Häufig ist der Druck dabei in großen Teilen des Wasserverteilungsnetzes viel höher als nötig, nur um sicherstellen zu können, dass der entfernteste Kunde einen minimalen Druck hat.

Der Verzicht darauf, das System in geregelte Druckzonen zu unterteilen, verursacht mehrere Probleme:

  • Hoher Energieverbrauch und Wasserverlust
  • Wasserschlag und Kavitation
    – Beschädigung der Rohre durch Druckspitzen
  • Große Druckspitzen werden übersehen, da die Häufigkeit der Drucküberwachung begrenzt ist
  • Pumpen können trocken laufen, wenn der Druck nicht überwacht und gesteuert wird
  • Teure Ausfallzeiten des Systems durch unvorhergesehene Wartungsarbeiten
Studie belegt überzeugende Fakten zum Thema Druckmanagement

Um diese Probleme zu lösen, verwenden immer mehr OEMs und Wasserversorger Druckmessumformer, Schalter und Frequenzumrichter, um die Leistung in Anwendungen, Pumpen und Boosterpumensystemen zu verbessern. In einer weltweiten Studie über Wasserversorgungssysteme mit 112 Druckzonen in 10 verschiedenen Ländern wurden die wichtigsten Fakten über die Vorteile, die ein intelligentes Druckmanagement mit sich bringt, herausgearbeitet. Im Durchschnitt konnte der Druck in den Rohrleitungssystemen um 38 % reduziert werden, was zu einer Reduzierung der neuen Brüche um 53 % führte. Zu den weiteren Vorteilen einer besseren Druckregelung gehörten eine Reduzierung des typischen Wasserverlusts durch Leckagen um 38 %, eine verlängerte Lebensdauer der Rohrleitungen und weniger netzwerkbezogene Reklamationen. Gleichzeitig konnte der Energieverbrauch um 20–40 % gesenkt werden, was zu erheblichen Kostensenkungen für die Wasserversorger führte.

Druckregelung in jedem Abschnitt des Wasserkreislaufs

Die Druckmessumformer und Frequenzumrichter von Danfoss sind Schlüsselkomponenten für
die Reduzierung von Wasser- und Energieverlusten im gesamten Wasserkreislauf. Die meisten unserer Messumformer werden für die Wasserbeschaffung und -verteilung eingesetzt. Aber auch bei der Abwasserbehandlung spielen die Messumformer von Danfoss eine wichtige Rolle.
Aber auch in der Landwirtschaft spielen die Druckmessumformer von Danfoss eine wichtige Rolle, wenn sie zur Bewässerung eingesetzt werden. Darüber hinaus werden Druckmessumformer von Danfoss in der Industrie, wie z. B. in Boosterpumpensystemen, eingesetzt. Und schließlich wird eine breite Palette von Messumformern in gewerblichen und privaten Gebäuden eingesetzt, um den Wasserdruck zu kontrollieren. Mit weniger Druck im System können Wasserwerke den Wasserverlust deutlich reduzieren und eine effizientere Wasserversorgung sicherstellen:
• Weniger Wasserverlust durch Leckagen
• Minimierte Risiko von Wasserschlägen
• Weniger neue Leckagen im System
• Weniger Ausfallzeiten und Störungen für den Verbraucher
• Minimales Risiko einer Wasserkontamination
• Erhebliche Energieeinsparungen

Durch elektronische Druckmessumformer Probleme mit Druckspitzen verhindern

Für Wasserversorger kann es relativ kostspielig sein, Messumformer weit weg vom Wasserwerk zu platzieren, da sie einen Strom- und Datenanschluss benötigen. Aus diesem Grund entscheiden sich einige Wasserversorger für batteriebetriebene Druckmessumformer mit einem drahtlosen Signal. Um jedoch zu verhindern, dass die Batterien zu schnell leer werden, werden die
Messumformer so eingestellt, dass sie nur zwei- bis viermal pro Stunde Datensignale senden. Das Problem bei dieser Art der Datenerfassung besteht darin, dass große Druckspitzen im System übersehen werden, die das System beschädigen könnten. Immer mehr dieser Wasserversorger erkennen deshalb inzwischen, dass mit elektronischen Druckmessumformern mit realer Überwachung ein sofortiges Eingreifen möglich ist. Und dass sich elektronische Druckmessumformer langfristig auszahlen, selbst wenn die Anschaffungskosten zunächst höher sind.

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