Cloud- oder Edge-Computing? Mit intelligenten Frequenzumrichtern für alles offen

Kommt in einer Anlage die zustandsbasierte Wartung zum Tragen, so benötigt der Betreiber auch stets aktuelle Daten aus der Anlage, die den genauen Zustand widerspiegeln. Dabei können intelligente Antriebe eine überaus wichtige Rolle spielen, sammeln sie doch interne Daten von ihrer Motorsteuerung, daneben aber als Schnittstelle zu externen Sensoren zusätzliche Daten bezüglich der aktuellen Anlagenparameter.

Damit laufen bei den Frequenzumrichtern eine Vielzahl wichtiger und aktueller Daten zusammen. Stellt sich die Frage, wie diese Datenmengen sinnvoll und übersichtlich auszuwerten sind.

Dazu stehen dem Anwender verschiedene Strategien zur Verfügung. Er kann beispielsweise alle Daten direkt in Echtzeit an eine übergeordnete Steuerung oder eine Cloud weiterleiten. Dann übernehmen diese Systeme die Auswertung. Sinnvoll dann, wenn aus einer Vielzahl unterschiedlicher und verteilter Daten ein Gesamtbild des Anlagenzustands erforderlich ist. Allerdings erfordert dieses Vorgehen dann eine relativ hohe Bandbreite bei der Übertragung.

Ist das nicht gewollt, beispielsweise, weil kritische und äußerst vertrauliche Prozessdaten zu übertragen wären, kann der Anwender die Daten auch intern auswerten. Dabei steht eine Verarbeitung in einer firmeninternen Cloud zur Auswahl, oder bei intelligenten Antrieben mit ausreichend Rechen- und Speicherleistung auch die interne Auswertung direkt im Antrieb. Dies reduziert notwendige Datentransfers auf ein Minimum, schickt doch so der Antrieb nur das Ergebnis seiner Analyse an eine übergeordnete Steuerung. Vertrauliche Daten bleiben geschützt und innerhalb der Firma. Zudem sinkt die benötigte Bandbreite deutlich. Nachteilig ist nur die Notwendigkeit für eine höhere Systemleistung intern, was aber bei sinkenden Preisen für Speicher und Rechenkapazität sicher eine kleinere Rolle spielt.

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