Der hydraulische Abgleich von Zweirohranlagen aber auch von Einrohrheizungen und Fussbodenheizungen ist ein Thema, das in den letzten Jahren zu einem Synonym für Energieeffizienz in der Heizungstechnik geworden ist und in der Zukunft noch mehr für die Optimierung der Wärmeverteilung in Millionen von Gebäuden stehen wird. Hier zeigen wir die zu drei Varianten des hydraulischen Abgleiches.
Der automatische hydraulische Abgleich oder die permanente WasserstromberechnungBeim automatischen hydraulischen Abgleich wird die Berechnung und Einstellung der Heizungswasserströme von einer intelligenten digitalen Systemsteuerung durchgeführt. Diese Option ist vor allem deshalb interessant, weil die notwendigen Kalkulationen in der Praxis oft gescheut bzw. aufgrund fehlender Parameter nur selten korrekt durchgeführt werden kann. Der grösste Vorteil dabei: Die Automatik führt keine einmalige Berechnung der Wasserströme durch, sondern berechnet diese permanent, sodass die Einstellung regelmässig nachjustiert wird. Das geht so weit, dass für kleinere Wohneinheiten bis 20 Heizkörper oder Heizkreise mittlerweile ein funktionierender hydraulischer Abgleich ohne jede vorherige Berechnung möglich ist.
Zentrale Regelungsgrösse des automatischen hydraulischen Abgleichs ist die Raumtemperatur. Das intelligente Steuerungssystem erfasst, bei welchen Wasserströmen die vorgesehene Raumtemperatur erreicht wird und nimmt die entsprechenden Einstellungen vor. Voraussetzung ist der Einsatz von elektronischen Thermostaten bzw. Regeleinheiten sowie intelligenten Steuerungssystemen, die zum jeweiligen Anlagentypus passen (z.B. das Danfoss Link System für Heizkörper oder Das Danfoss Icon 24V für Fussbodenheizung). Die Auslegung erfolgt prinzipbedingt bei jeder Umsetzung für den Teillastfall. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Anwendung auf das zugrundliegende Abgleichmodell. Wird die Automatik mit statischen Abgleichkonzepten verbunden, errechnet sie aufgrund der druckabhängigen Armaturen nur einen Durchflusswiderstand. Bei der Verknüpfung von Automatik und dynamischem Abgleich wie z.B. mit dem Icon AB-PM Set oder mit dem RA-DV Ventil optimiert die temperaturbasierte Steuerung hingegen auch den Betrieb der druckunabhängigen Armaturen und ermöglicht so im Teillastfall eine optimale Regulierung der Massenströme. Auch wenn die Automatik die ungeliebten Kalkulationen erübrigt, wird ein effizienzoptimierter hydraulischer Abgleich aber letzten Endes erst dann erreicht, wenn man Kalkulation und Automatik kombiniert.
Vorteilhaft an diesem Konzept ist unter anderem, dass sich diese Anschlusssets mit allenFussbodenheizungsverteiler einfach kombinieren lassen und der Planer/ Installateursomit an seinem bewährten und bevorzugten Verteiler festhalten kann. Das Anschlussset besteht aus allen notwendigen Bauteilen inklusive Passstück für den Wärmezähler und Anschlüsse für die Sonden. Das Ventil regelt dabei automatisch den Differenzdruck überden Verbraucher (Verteiler) und limitiert gleichzeitig dessen Wassermenge. Dadurch entsteht auch im Teillastbereich (in 95% der Betriebszeiten) keine Überversorgung des Verteilers und damit keine Geräuschprobleme respektive kein unnötiger Energieverbrauch durch Überversorgung der Verteiler im Netz. Anders formuliert ist jeder einzelne Verteiler von denDruckzuständen im Netz hydraulisch entkoppelt und es kann hoher Wärmekomfort bei geringerem Energieverbrauch garantiert werden.