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Danfoss begrüßt und unterstützt EU-Direktive

01 Juli 2009
Viele Danfoss Produkte führen zu erheblichen Energieeinsparungen
Rund 70 Prozent des Energiebedarfs der Industrie werden durch Elektromotoren verursacht. Daraus resultiert eine CO2-Emission von rund 427 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Europäische Kommission ist sich sicher, dass sich mit entsprechenden Maßnahmen Einsparungen erzielen lassen, die dem Stromverbrauch Schwedens entsprechen.

Die EU-Direktive 2005/32/EG (Öko-Design-Anforderungen für energiebetriebene Produkte) definiert die Voraussetzungen dazu. Die EU-Mitgliedstaaten haben am 11. März 2009 auf einer Sitzung des Ökodesign-Regelungsausschusses die neuen Regeln zur Verringerung des Energiebedarfs von Industriemotoren unterstützt.
 
In einer Information selben Datums stellt der für Energie zuständige Kommissar Andris Piebalgs fest: „Diese Maßnahme ist ein konkreter Beitrag zur Verwirklichung der Ziele, die sich die EU in Bezug auf Energieeffizienz und Klimaschutz gesetzt hat. Sie wird rasch zu deutlichen Energieeinsparungen und erheblichen Vorteilen für die Gesellschaft und die Industrie führen, wie dies im europäischen Konjunkturprogramm vorgesehen ist“. Damit meint er, dass mit der vorgeschlagenen Verordnung die Hoffnung verbunden ist, bis 2020 rund 40 000 neue Arbeitsplätze zu schaffen und Einsparungen beim Stromverbrauch in Höhe von neun Milliarden EUR zu erzielen.
 
Die Verordnung sieht drei Stufen vor: Ab 16. Juni 2011 müssen die Motoren mindestens dem Standard MEPS (Minimum Efficiency Performance Standards) der Energieeffizienzklasse IE2 (High Efficiency, vorher eff1) entsprechen. Ab Januar 2015 gilt für die Leistungsklasse 7,5 – 375 kW und ab Januar 2017 für Motoren mit 0,75 – 375 kW die Energieeffizienzklasse IE3 (Premium Efficiency). Ausgenommen sind davon nur noch Motoren, die ein Frequenzumrichter steuert. Für sie genügt nach wie vor IE2.
 
Frequenzumrichter

Die elektrische Antriebstechnik ist eine Schlüsseltechnologie, um den Energieverbrauch in der Industrie zu senken. Sie ist der schnellste und effektivste Weg, dies auch kurzfristig zu tun. Dabei bietet die elektronische Drehzahlregelung immerhin einen Anteil von 40 Prozent am ausgewiesenen Potenzial. 10 Prozent entfallen auf Motorentechnik und die Masse mit 60 Prozent auf eine Optimierung der Produktionsprozesse.
 
Kein Wunder also, dass sich Danfoss über diese Verordnung freut. Denn Danfoss Drives baut bereits seit über 40 Jahren Frequenzumrichter, die den Energieverbrauch von Elektromotoren um 20 bis 40 Prozent senken. Bereits 1968 lieferte das Unternehmen die ersten dieser „Energiesparschweine“ in Serie aus. Die heute installierten VLT® Umrichter sparen weltweit jährlich mehr als 20 Millionen kWh ein. Das entspricht dem Bedarf von 5 Millionen Haushalten. Und dabei sind nur 18 Prozent aller neu verkauften Motoren frequenzgeregelt. Damit hat man im Lauf seines Bestehens etliche Kraftwerke vermieden.

Höhere Effizienz bei Motoren durch Permanentmagnet-Motoren

Hersteller, wie Danfoss Bauer, treiben die Entwicklung von Permanent­magnetmotoren voran. HygienicDrive® und OneGearDrive sind Synchronmotoren mit am Rotor angebrachten Permanentmagneten. Dies führt zum einen zu kompakteren Abmessungen der Motoren und macht sie aber auch zu höchst effizienten Antrieben mit sehr hohem Wirkungsgrad (über 90 Prozent sind möglich). Diese Getriebemotoren entsprechen einer Wirkungsgradklassifizierung höher IE3. Hinzu kommen geringere Verluste, kleinere Massenträgheitsmomente, ein großer Drehmomentbereich und Drehzahlstellbereich sowie eine hohe kurzzeitige Überlastfähigkeit, also ein hohes Maximalmoment über einen weiten Drehzahlbereich. Damit sind diese Getriebemotoren, über ihre Lebensdauer betrachtet, günstiger als herkömmliche Antriebe.  

Umweltschutz fest in der Unternehmenspolitik verankertDarüber hinaus sieht Danfoss im Öko-Design eine Bestätigung seiner eigenen Anstrengungen. „Danfoss verfolgt seine Ziele mit einem Minimum an Rohstoff- und Energieverbrauch, einer geringst möglichen Beeinflussung der Umwelt und einer effizienten Nutzung der Ressourcen“, ist in der Fußnote zur Jahresbilanz 2008 zu lesen. Bereits vor Jahren hat das dänische Industrieunternehmen die „Charta für eine langfristig tragfähige Entwicklung“ der Internationalen Handelskammer (ICC) unterschrieben und sich dazu verpflichtet, möglicher Umweltschädigung mit einem vorbeugenden Ansatz zu begegnen und vor allem die Entwicklung sowie Verbreitung umweltfreundlicher Technologien zu fördern. So stellt Niels B. Christiansen, CEO des Danfoss Konzerns, fest: „Danfoss begrüßt und unterstützt die Direktive, zumal die meisten unserer Entwicklungen zu erheblichen Energieeinsparungen führen. Auch korrespondieren die Ziele der EU-Direktive mit unserem Wertesystem und unserer Mission“. Letztere aber lautet: „Making modern living possible“, übersetzt also ein „zeitgemäßes Leben“. Zeitgemäß ist Zurückhaltung allemal.

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