Kleiner Durchmesser, zwei RTD-Elemente
Unabhängig von der verwendeten Technologie zur Messung der Abgastemperaturen ergeben sich Vor- und Nachteile. Thermoelemente sind für hohe Temperaturen bis zu 800 °C ideal. Sie haben kleine Durchmesser und sind mechanisch sehr stabil. Die Nachteile bestehen darin, dass sie elektronischem Rauschen unterliegen, ein schwaches mV-Signal haben und ein spezielles Kompensationskabel benötigen.
Die RTD-Sensoren haben dagegen ein starkes Ohm-Signal, sind elektronischem Rauschen gegenüber unempfindlich und benötigen keine speziellen Kabel. Nachteilig ist dagegen, dass sie mechanisch nicht so stark sind, nur Temperaturen bis 600 °C standhalten können, größere Sensoren und für die Arbeit über große Entfernungen Dreileiterkabel benötigen. Dies wird sich jedoch bald ändern.
Danfoss war sich des wachsenden Interesses an der Ausnutzung der Vorteile der RTD-Technologie in Europa bewusst. Daher arbeitete Danfoss mit einem wichtigen Motorenhersteller an der Entwicklung eines 2xPT1000-Sensors, der alle Vorteile der RTD-Technologie aufweist, jedoch nicht ihre Nachteile.
Eines der Hauptprobleme lag darin, eine Möglichkeit zu finden, zwei kleine RTD-Elemente, die Temperaturen von 600 °C und starken Vibrationen standhalten können, in das 4,5 mm breite, mineralisolierte Kabel einzupassen und diese dann zu verbinden. Daher nutzte Danfoss sein umfassendes Wissen in den Bereichen Temperaturmessung und Produktionsprozesse, um ein patentiertes, defokussiertes Laserlötverfahren zu entwickeln, das vier Lötstellen in einem Arbeitsgang verbinden kann.
Durch Verwendung von PT1000-Dünnfilmtechnologie statt PT100 ist beim neuen Sensor die Leitungskompensation unnötig, und er liefert eine höhere Messauflösung – ideal zum Messen der niedrigeren RTD-Temperaturpunkte an einem Motor. Das Endergebnis: Ein Temperaturfühler, dem dank seiner speziellen Bauweise auch starke Vibrationen nichts anhaben können. Der neue Sensor wird gegenwärtig Einsatzprüfungen unterzogen und seine Einführung wird für 2010 erwartet.
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Christian Dall Larsen, Market and Application Manager