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Danfoss neue Klimastrategie: 3x25

26 Mai 2009
CO2-Ausstoss soll in den nächsten Jahren deutlich sinken

Die neue Klimastrategie von Danfoss lautet: 25 Prozent weniger CO2, dafür 25 Prozent mehr erneuerbare Energie bis 2025.

Manche Zahlen sind einfach so hoch, dass man sie kaum fassen kann. Zum Beispiel ist das Ausmaß der CO2-Emission von Danfoss schwer vorstellbar. Im Jahr 2007 belief sich die Menge auf 270 000 Tonnen, resultierend aus dem Fabrikausstoß, dem Gütertransport und den Reisen der Mitarbeiter zwischen den Danfoss Firmen. Frage: wie viel Raum braucht diese Menge? Würde man einen runden Gastank damit befüllen, hätte der einen Durchmesser von 650 Metern.
 
Bricht man die Zahlen herunter, werden sie sofort (be-)greifbar. Nun, wir wissen, dass jedes Danfoss Produkt auf dem Weg zum Kunden rund 2 700 Kilometer zurücklegt. Auch, dass die in einem Jahr zurückgelegten Flugkilometer der Mitarbeiter 5 000 Mal um die Erde reichen. Darüber hinaus, dass die erhebliche Zahl von 10 Prozent eingespart werden könnte, wenn weniger geflogen und mehr per Video-Sitzungen erledigt würde. Das hieße ebenso 30 000 Stunden an Reise- und Wartezeiten weniger – in einem Jahr. 

Dies ist die Sorte an kleinen und großen Zahlen, die die Basis für die Klimastrategie bildeten, die der Vorstand im Januar verabschiedete.
 
Vorher ackerte sich ein Team durch einen Berg statistischen Materials. Vor diesem Hintergrund entschied der Vorstand, dass Danfoss bis 2025 nur noch 75 Prozent der CO2-Menge des Jahres 2007 emittieren darf. Das ist ein jährlicher Rückgang von grob einem Prozent. In der Realität aber wird die Zahl steigen, weil wir expandieren und in der Konsequenz mehr Energie verbrauchen. Dieser Anstieg muss also woanders eingespart werden.

Daher ist dies eine sehr umfangreiche Initiative, die in die täglichen Abläufe eingreift, nicht zuletzt in den Werken, wo die meiste Energie verbraucht wird.
 
Bei sich selbst beginnen

Danfoss Business System (DBS) wird sicherstellen, dass die Maßnahmen umgesetzt und in die täglichen Abläufe integriert werden. DBS leitet bereits die Veränderungsprogramme, die in den vergangenen fünf Jahren in Produktion, Vertrieb, Einkauf und Entwicklung durchgeführt wurden und hat dabei stets gute Resultate erzielt. Warum sollte man nicht auch aus dem Energiebereich herausholen, was geht, war die Überlegung des Vorstands. Das senkt den Energieverbrauch, die CO2-Emission und verbessert das Ergebnis.
 
„Man muss bei sich selbst beginnen, wenn es darum geht, Danfoss Technologien und Produkte so optimal wie möglich einzusetzen“, sagt Bendt Jørgensen, Leiter des Danfoss Business System.
 
Er erklärt die Tatsache, dass der vermehrte Einsatz von Produkten, wie Frequenzumrichter, eine große Menge an Strom spart. Auch die von Danfoss Solutions durchgeführten Analysen legen unter anderem offen, dass 50 bis 80 Prozent des Verbrauchs einer ganzen Reihe von Danfoss Fabriken mit großem Energiehunger nichts mit deren Produktionsvolumen zu tun hat. Mit anderen Worten: viele Maschinen laufen leer. Eine Art der Vergeudung, die es zu stoppen gilt. 

Danfoss Solutions machte aus dem reduzierten Konsum von Energie und Ressourcen eine Geschäftsidee und garantiert Einsparungen. 

In den kommenden drei Jahren konzentriert man sich primär auf die Fertigungsstätten und dann auf den Transport von Menschen und Gütern.   Ziel ist es, den 15 größten Werken, die insgesamt 90 Prozent der bei Danfoss benötigten Energie fressen, den Hunger um 20 bis 25 Prozent zu reduzieren. Parallel dazu sind Regeln für energieeffiziente Gebäude und zur Limitierung der durch den Transport entstehenden Emissionen in Planung. 

Erneuerbare Energie

Die Klimastrategie schreibt auch vor, dass der Energieanteil aus CO2-neutralen Quellen noch vor dem Jahr 2025 um 25 Prozent steigen muss. Im Jahr 2008 lag die Quote bei 23 Prozent das heißt in diesem Zusammenhang, dass man der 50 Prozentmarke nahe kommen müsste. Allerdings ist noch nicht endgültig entschieden, wie das 25 Prozent-Ziel erreicht werden soll. Alle Maßnahmen der ersten Jahre müssen mit den vorhandenen Etats durchgeführt werden. 

Flemming Lynge Nielsen, Umwelt-Manager des Konzerns, koordiniert die zahlreichen Datensammlungen, aus denen die Vorschläge für den Vorstand entstehen. Er freut sich, dass Danfoss nun seine eigene Klimastrategie entwickelt hat. 

„Seit seiner Gründung vor 75 Jahren fertigt Danfoss energieeffiziente Produkte und verfügt weltweit über ein entsprechendes Profil. Deshalb ist es logisch, dass wir uns besonders anstrengen“, sagt er.
 
Luftverkehr der Hauptschuldige

Im Transport-Bereich sind die Flugzeuge die größten Übeltäter. Die Divisionen lassen daher fast alle ihre Waren per LKW oder Schiff reisen. Nur vier Prozent der Güter gehen an Bord von Flugzeugen. Doch die repräsentieren fast drei Viertel der gesamten CO2-Emission.
 
Hier kann viel erreicht werden, vorausgesetzt, die Kunden akzeptieren längere Lieferzeiten. Das aber ist eine ziemlich hohe Hürde. Wenn wir essentielle Reduzierungen erreichen wollen, müssen LKW-Fahrer aufgefordert werden, ihre Geschwindigkeit zu drosseln. Der Hauptverursacher ist jedoch der Luftverkehr. Allerdings sollten wir unsere Schritte mit den Kunden absprechen. Sie erwarten dieselbe Liefertreue wie bisher.
 
Die Bilanz ist beim Personentransport nicht besser. 2007 buchten Mitarbeiter insgesamt 42 000 Flüge. Die Mehrheit ging nach Übersee und machte fast die Hälfte der durch Flugreisen verursachten CO2-Emissionen aus. Die Division Refrigeration & Air Conditioning initiierte eine Erhebung, um die Zahl der Flüge zugunsten von Video-Konferenzen zu limitieren.
 
Fakten:
•    Alle Danfoss Produktionsstätten müssen ihren Verbrauch an fossiler und erneuerbarer
     Energie melden. Die meisten Fabriken erhalten diese Zahlen von ihrem Versorger. Folglich
     kann Danfoss den CO2–Ausstoß jedes Werks berechnen.
•    Berechnungsgrundlage sind die Daten des World Ressource Institute, die das Weltklima-     Forum (IPCC) der UN für seine Berichte nutzt.
 
Niels Chr. Larsen

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Interne und externe Kommunikation sind wichtige Werkzeuge, um die Gesamtziele von Danfoss zu erreichen, Aktivitäten umzusetzen und gewünschte Resultate zu erzielen.
Kommunikation basiert auf einem offenen und ehrlichen Dialog und fördert das Verständnis innerhalb und außerhalb der Danfoss Unternehmensgruppe.