Der Kompressoren-Umsatz von Danfoss ist seit 2008 dramatisch zurückgegangen. Zusätzlich stehen die Verkaufspreise erheblich unter Druck. Durch die weltweite Krise ist in naher Zukunft keine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage absehbar. Deshalb sieht sich die Geschäftsleitung gezwungen, weitreichende Schritte zu planen, die in ihrer Konsequenz tiefgreifende strukturelle Veränderungen im gesamten Geschäftsfeld mit sich brächten. Die würden jedoch nicht das Aus für den Standort Flensburg bedeuten.
„Wir müssen leider feststellen, dass wir trotz einer Reihe von Maßnahmen nicht imstande sind, mit dem Standort Flensburg ein rentables Geschäft zu betreiben. Der Geschäftsbereich Household Compressors erleidet wöchentliche Verluste in Millionenhöhe. Wir können es uns ganz einfach nicht leisten, ohne radikale Änderungen weiterzumachen, wenn wir verhindern wollen, dass diese unhaltbare Situation dem ganzen Konzern schadet“, sagt Kim Fausing, Danfoss Vorstand und COO.
Zur Verbesserung der finanziellen Situation wurde bereits eine erhebliche Zahl an Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. So wurden zum Beispiel Überstunden abgebaut, Kurzarbeit eingeführt und Mitarbeiter im Zug laufender Umstrukturierungen freigesetzt. All diese Initiativen reichen jedoch nicht aus, um ein positives Ergebnis zu erwirtschaften.
Danfoss Household Compressors sieht keine andere Möglichkeit, als unter anderem die Einstellung der Produktion in Flensburg ins Auge zu fassen, was die Verlagerung der Fertigung nach China sowie in die Slowakei bedeuten würde, um den Kostenvorteil dieser Länder zu nutzen. Die Kompressoren¬produktion in Flensburg gehört zum Geschäftsbereich Danfoss Household Compressors, der weltweit circa 2 800 Mitarbeiter beschäftigt.
Danfoss Compressors hat Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen, um die Pläne zu konkretisieren und gemeinsam mit dem Betriebsrat die betroffenen Mitarbeiter in Flensburg zu unterstützen. Alle Möglichkeiten werden untersucht.
„Wir sind im Zugzwang und müssen jetzt planen, um weiteren finanziellen Schaden abzuwenden. Die Umsätze werden in diesem und voraussichtlich auch im nächsten Jahr auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben. Um das Danfoss Kompressorengeschäft langfristig zu festigen, müssen wir unsere Kosten der Lage weiter anpassen. Es ist zwingend notwendig, dass wir gleichzeitig hart daran arbeiten, neue, energieeffiziente und hoch optimierte Kompressorenprodukte auf den Markt zu bringen. Diese Innovationen sollen uns helfen, unser Geschäft weiterzuentwickeln“, sagt Mogens Søholm, Senior Vice President, Danfoss Household Compressors.
Von den Planungen nicht betroffen sind Produkt- und Technologieentwicklung, Vertrieb sowie einige globale Supportfunktionen am Hauptsitz der Danfoss Household Compressors in Flensburg.
Wir sind uns bewusst, dass die geplanten Maßnahmen drastisch erscheinen, hoffen jedoch auf Verständnis dafür, dass wir sie ausschließlich in die Wege leiten, um Danfoss Household Compressors eine Zukunft zu sichern.
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Mogens Søholm, Geschäftsführer Danfoss Compressors GmbH, Tel. +49 461 4941500
Kim Fausing, Vorstand und COO, Danfoss A/S, Tel. +45 7488 3763