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Crowne Plaza Hotel für Energieeinsparungen durch fassadenintegrierte Photovoltaik-Paneele und TripleLynx-Wechselrichter ausgezeichnet.

25 Oktober 2010
Qualität und Umweltbewusstsein – das waren die wichtigsten Faktoren bei der Planung des Crowne Plaza Copenhagen Towers in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Die Kombination aus der größten fassadenintegrierten Photovoltaik-Anlage in ganz Dänemark und erstklassiger energieeffizienter Technologie senkt den Energieverbrauch im Vergleich zu Hotels mit konventioneller Energieversorgung um 53 %.

2.500 speziell angepasste PV-Paneele zieren die Fassade

Die 2.500 maßangefertigten Silizium-PV-Module an drei Außenwänden des Hotels bilden die größte fassadenintegrierte PV-Anlage in ganz Dänemark. An der Ost-, West- und Südseite des Südturms wird eine Gesamtfläche von etwa 1.700 m2 von PV-Modulen bedeckt. Tatsächlich besteht die Südfassade des Turms sogar ausschließlich aus PV-Modulen. Es wurden 38 verschiedene Modulausführungen entworfen, die zur Architektur des Gebäudes passen. Auf diese Art der Fassadenintegration ist das dänische Unternehmen Gaia Solar, Konstrukteur und Lieferant der Anlage, spezialisiert.

Auf dem Dach des Südflügels trägt noch eine 500 m2 große konventionellere Dachanlage mit einer Spitzenleistung von 70 kWp zur Energieerzeugung bei. Die gesamte installierte PV-Leistung liegt bei 270 kW. Die Silizium-Module haben einen Wirkungsgrad von bis zu 17,2 %.

 

Flexibilität und effektive Nachführung durch TripleLynx-Wechselrichter

Insgesamt 14 TripleLynx-Wechselrichter von Danfoss sorgen dafür, dass die Energie aus der gesamten Solarzellenanlage in Wechselstrom für die Versorgung des Hotels umgewandelt wird. Da die PV-Module aufgrund der Fassadenintegration sehr unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt sind, ist eine sehr genaue Nachführung erforderlich. Der optimale Ertrag wird durch drei Mpp-Tracker pro Wechselrichter erzielt. Wenn PV-Module in eine Fassade integriert werden und dadurch nicht im optimalen Winkel von der Sonne beschienen werden können, kann die Modulleistung um bis zu 25 % sinken. Deshalb müssen die Wechselrichter die vorhandene Energie voll und ganz ausnutzen. Sie sind einzeln konfiguriert und setzen etwa 6,2 kWp pro MPP-Tracker ein. Durch den Anschluss aller Wechselrichter an ein RS485-Netzwerk kann ihre Leistung überwacht werden.

Mit einer Jahresproduktion von 170.000 kWh bilden das fassadenintegrierte System, die Dachanlage und die Wechselrichter zusammen eine der größten gebäudeintegrierten Solarzellenanlagen in ganz Europa. Die erzeugte Energie entspricht 10 % des Stromverbrauchs des Hotels, oder anders gesagt: dem Stromverbrauch von 55 durchschnittlich großen Einfamilienhäusern.

Der restliche Energiebedarf wird ebenso umweltfreundlich durch Windkraftanlagen gedeckt.

 

90 % weniger Energie für Heizung und Klimaanlage

Das Konzept des Hotels beinhaltet nicht nur, einen Großteil der benötigten Energie selbst zu erzeugen, sondern dabei auch so viel Energie wie möglich einzusparen.

Einer der wichtigsten Faktoren dafür ist die Installation eines grundwasserbasierten Systems, das alle 366 Hotelzimmer, die Konferenzräume, die Küche, das Restaurant und das dazugehörige Bürogebäude sowohl heizt als auch klimatisiert. Dies gelingt durch Energierecycling.

Während der Sommermonate wird kaltes Wasser aus dem Boden zur Kühlung des Wassers im internen Klima- und Heizsystem in den Hotelkeller geleitet. Das dadurch erwärmte Wasser gelangt dann zurück in den Boden und speichert während des Sommers Wärme. Im Winter wird das warme Wasser erneut entnommen und für die Heizung verwendet. Dabei wird das Wasser durch zwei Wärmepumpen geleitet, mit denen die Räume auf eine angenehme Temperatur gebracht werden. Durch Drehzahlregelung wird die Leistung der Wärmepumpen von Frequenzumrichtern von Danfoss entsprechend eingestellt. Ein solches System ist neu in Dänemark. Mit ihm können bis zu 90 % der Energie für die Innentemperaturregelung des Hotels eingespart werden.

 

„Die Kombination aus Grundwasserkühlung und Wärmepumpen ist eine echte Innovation. So können wir die im Sommer gespeicherte Wärme im Winter erneut verwenden“, erklärt Peter Andersen, Gebäudeverwalter des Copenhagen Towers.

 

Außerdem lassen noch viele weitere Pumpen in dem Gebäude Wasser im Klima- und Heizsystem des Hotels zirkulieren. Frequenzumrichter von Danfoss sorgen für eine stufenlose Drehzahlregelung, dank der im Pumpensystem viel Energie eingespart werden kann.

 

Viele Energiespar-Initiativen

Im Hotel werden noch viele weitere energiesparende und umweltfreundliche Maßnahmen umgesetzt: intelligente Regelung der Beleuchtung und Energiesparlampen, LED-Flachbildschirme in jedem Zimmer sowie Computersteuerung aller elektronischen Geräte. So wird der Verbrauch so gering wie möglich gehalten – gerade in nicht belegten Zimmern. Des Weiteren wurde auch bei der Auswahl aller Komponenten der IT-Infrastruktur Wert auf Energieeffizienz und Wiederverwendbarkeit gelegt.

„Unser Grundprinzip ist Nachhaltigkeit, die nicht zu Lasten der Qualität und des Komforts unserer Gäste geht. Ich denke, dass wir das gut umsetzen“, so Peter Andersen.

 

Fakten:

Das Copenhagen Towers ist nach EU-Standard als „Grünes Gebäude“ zertifiziert. Es nimmt außerdem als erstes Hotel in Dänemark am Global Compact der UN teil. Der Bau erfolgte nach Klasse 2 der dänischen Norm für geringen Energieverbrauch, was bedeutet, dass der Energieverbrauch pro Jahr nicht höher sein darf als 42,6 kWh pro m2. Im Vergleich zu Gebäuden mit konventioneller Energieversorgung werden dadurch Einsparungen von 53 % erzielt. Schätzungsweise werden im Copenhagen Towers jährlich 1.373 Tonnen CO2 eingespart. Dafür erhielt das Hotel den Preis „Det gyldne søm“ (dt. „Der goldene Nagel“) für das innovativste umweltfreundliche Design.