Im August ist es 40 Jahre her, dass der Frequenzumrichter seinen Siegeszug in der Antriebstechnik begann – eingeläutet vom ersten in Serie gefertigten VLT® aus dem Hause Danfoss. Nur 14 Geräte wurden im ersten Jahr gefertigt – heute liefert Danfoss jedes Jahr ca. 700.000 Umrichter in Leistungsbereichen von 0,25 bis 1200 Kilowatt aus.
Die Erfolgsgeschichte der Drehzahlregelung mittels Frequenzumrichtern ist einfach unglaublich. So hat sich der Markt in den vergangenen 40 Jahren äußerst rasant entwickelt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Frequenzumrichter ein grundlegendes Problem des Asynchronmotors löst, dass Anwender seit seiner Erfindung 1889 beschäftigt: Die Kopplung der Drehzahl an die vorherrschende Netzfrequenz. Zwar gab es immer wieder Sonderlösungen mit mechanischen Konstruktionen oder polveränderlichen Motoren, eine einheitliche, einfach zu nutzende Lösung war nicht dabei. Erst 1968 gelang Danfoss eine serienreife Entwicklung.
Nicht zuletzt hat Danfoss immer wieder mit bahnbrechenden Lösungen zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen. Waren die ersten Geräte aufgrund der Ölkühlung äußerst schwer und unhandlich, führte die Ende der 70er Jahre eingeführte Luftkühlung zu wesentlich kleineren Antrieben. Ein weiterer Meilenstein schloss sich dann 1989 mit der Umstellung auf die Digitaltechnik an. Und auch die ersten Frequenzumrichter mit anwendungsspezifischer Anpassung wie Heizung, Klima, Lüftung sowie Wasser/Abwasser kamen von Danfoss. Noch heute ist Danfoss das einzige Unternehmen, das mit seinem VLT® AQUA Drive einen für Wasserapplikationen optimierten Umrichter anbietet.
Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts beschleunigte dann die Einführung der Feldbusse den Einsatz der Frequenzumrichter im Maschinen- und Anlagenbau. Die Entwicklung endet vorläufig bei den jetzt verfügbaren, modular aufgebauten Geräten, die durch dieses Systemdesign auch Erweiterungsmöglichkeiten für immer neue Steuerungs- und Sicherheitsfunktionen bieten.
Für die Zukunft übernimmt die Antriebstechnik eine weitere wichtige Aufgabe: Der effiziente Umgang mit Energie. Denn unabhängige Institute haben ein Energiesparpotenzial durch effiziente Antriebstechnik von 27,5 Milliarden kWh (11 % des derzeitigen Energieverbrauchs in diesem Bereich) ermittelt, was einer finanziellen Minderbelastung von 2,2 Milliarden Euro entspricht.